Was ist am Montag beim VfB passiert?

Da es beim VfB am Montag ruhig war und nichts besonderes vorgefallen ist, können wir den Newsletter heute recht kurz halten.

Ich würde aber gerne kurz auf das Thema Volker Zeh eingehen. Zeh wurde vom Vereinsbeirat im Dezember zu einem Interview eingeladen und wie man aus der Berichterstattung seiner Hofzeitung, der BILD, lesen kann, wohl erst durch die Veröffentlichtung von Claus Vogt als alleinigem Präsidentschaftskandidaten darüber informiert, dass er nicht als Kandidat akzeptiert wurde.

Sollte das stimmen, wäre das zwar sicher satzungskonform, aber nicht besonders freundlich. Eine Begrüdung habe er auch nicht erhalten. Darüber hinaus beschwert er sich noch über die Tatsache, dass aus dem Vereinsbeirat trotz beidseitiger Verschwiegenheitserklärung Informationen über sein Abschneiden bei den Interviews nach draußen gedrungen sind. Vermutete Lücke: Der jetzige Vorsitzende des Vereinsbeirats Rainer Weninger.

Sollte das widerum stimmen, wäre das für den neu bestimmten Vorsitzenden nicht nur unangenehm, sondern gleich ein Problem, das zu seinem Rücktritt führen könnte bzw. sollte. Bewiesen werden kann hier aber vermutlich nichts.

Es bleibt festzuhalten, dass sich der Vereinsbeirat in seinem Verhalten gegenüber Zeh nicht besonders gut angestellt hat.

Unabhängig davon ist aber die Entscheidung, Zeh nicht aufzustellen, kein Stück weniger richtig. Nur weil Claus Vogt sonst alleine aufgestellt würde, heißt das nicht, dass im Zweifel eine Fridi Miller gegen ihn antreten dürfen sollte. Als Claus Vogt gegen Christian Riethmüller angetreten ist, war jedem Mitglied klar, dass zwei geeignete Kandidaten zur Auswahl stehen. Die Satzung ist hier sehr deutlich und der Vereinsbeirat als gewähltes Gremium muss diese Entscheidung treffen.

Was heute wichtig wird

Folgende Punkte sind noch abzuklären:

  • Die Mitgliederversammlung muss terminiert werden
  • Kündigungen müssen ausgesprochen werden
  • Die „dritte Welle“ muss vorüber sein, damit das Konzept für die Wiedereröffnungen der Stadien, das gestern vorgestellt wurde (bis zu 40% Kapazität) überhaupt Sinn macht – vorher sollten aber die Amateursportler mal wieder trainieren dürfen
  • Sven Mislintat muss sich Gedanken machen über die Vertragsmodalitäten von Castro, Didavi, Kaminski, Al Ghaddioui und Badstuber (bei letzterem wohl sehr wenige), deren Verträge auslaufen. Hier werden wir bei den nächsten Pressekonferenzen vielleicht ein paar Fragen hören, wie Matarazzo mit diesen Spielern plant
  • (Ex-Spieler, -Trainer, -Präsidenten und -Funktionäre aus dem Umfeld des VfB sollte nicht mehr jede mögliche Plattform gegeben werden, um ihre Meinung, was beim VfB alles falsch läuft, zum Besten geben zu können)

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