Slow Newsdays in Bad Cannstatt. In Zukunft werde ich die Tage nutzen, um etwas genauer auf ein Thema einzugehen oder ein paar Übersichtsnewsletter zu schreiben. Verzeiht mir, dass ich am Anfang des Newsletter auch selbst noch am Anfang mit meiner Ideenfindung bin. Deshalb gab es gestern keinen Newsletter. Für heute schaue ich mir aber die Situation beim e.V. vor der Wahl am 18. Juli an.


Sven Mislintat gab am Sonntagmorgen eine Pressekonferenz. Darin sprach er unter anderem über die Vertragssituationen von Kempf, Castro und Didavi. Alle drei sollen wohl gehalten werden. Bei Castro und Kempf sind die Gespräche noch offen, bei Didavi geht es anscheinend nur noch um Details, schreibt der Kicker.


Außerdem bekommt der VfB einen neuen Torwarttrainer, berichtet der Kicker! Aus Gladbach wechselt der Bad Cannstatter Steffen Krebs an den Neckar! Krebs war zwischen 2009 und 2015 bereits beim VfB aktiv und trainierte die U14, U17 und U19. 2015 wechselte er nach Hoffenheim, wo er unter anderem Gregor Kobel und Pellegrino Matarazzo kennen lernte. Ob Uwe Gospodarek noch seinen Vertrag erfüllt und bis Juni 2022 beim VfB bleibt, ist noch nicht ganz klar, wird aber die wahrscheinliche Variante sein.


Da sonst nichts spannendes in der Mercedesstraße passiert, werfen wir doch nochmal einen kurzen Blick auf die Situation beim e.V.

Am 18. Juli werden auf der von 2020 und 2021 zusammengelegten MV alle neun Vereinsbeiräte, zwei Präsidiumsmitglieder und der Präsident neu gewählt. Die bisherigen Bewerbungen und Absichtsbekundungen:

  • Claus Vogt will erneut Präsident werden
  • Pierre-Enric Steiger von der Björn-Steiger-Stiftung will ihm diesen Posten streitig machen
  • Ob Volker Zeh es erneut versucht, ist noch nicht ganz klar. Er hatte es zumindest angekündigt

Für das Präsidium, für das es zwei mögliche Plätze gibt, bewerben sich:

  • Rainer Adrion, Jugendcoach und langjährig in den Abteilungen aktiv
  • Christian Riethmüller, früherer Gegner von Claus Vogt
  • Markus Scheurer, RWT
  • Der bisherige Vereinsbeirat Christof Seeger
  • Finanzexperte Hubert Deutsch und Ex-Profi Silvio Meißner, beide wollen aber nur gemeinsam mit Steiger als Präsidenten ins Präsidium. Wie das funktionieren soll, ist noch offen, denn alle Kandidat:innen stehen natürlich einzeln zur Wahl

Für den Vereinsbeirat gibt es neun Plätze, die besetzt werden müssen, jeweils drei in den Kategorien „Sport und Verein“, „Mitglieder und Fans“ und „Wirtschaft und Gesellschaft“, für die es jeweils unterschiedliche Anforderungsprofile gibt. Hierfür kann man sich noch bis zum 18. Mai bewerben. Für alle anderen, oben genannten Posten, läuft die Bewerbung noch eine Woche bis zum 19.4.

Der Wahlkampf hat jetzt schon ein bisschen Fahrt aufgenommen, weil Daimler / Mercedes-Benz ein Statement herausgegeben hat, in dem der Vertreter der Firma im Aufsichtsrat der VfB AG, Wilfried Porth, gestützt wird. Es gibt ein Zitat von ihm, in dem er zugibt, schon früh von möglichen Unstimmigkeiten bei der Wahl zur Ausgliederung der Profiabteilung aus dem Verein in eine AG gewusst zu haben. Das sei, so das Statement, nicht wahr. Und wenn die bösen Medien so weiterfragen würden, heißt es ein bisschen weinerlich weiter, soll sich der VfB doch jemand Besseres suchen. Die Kooperation zwischen dem VfB und Daimler gibt es schon viele Jahrzehnte in unterschiedlichen Formen. 11.75% des VfB gehören aktuell Daimler. Der Vertreter von Daimler im VfB Aufsichtsrat, Wilfried Porth, ist allerdings bei den VfB Mitgliedern und Fans sehr umstritten, weil er seine eigenen Interessen vor die des VfB setzen und Machtspielchen spielen würde. Porth ist auch intern bei Daimler als Personalchef umstritten.


Oh, und gestern war das letzte Montagsspiel! Passend, dass dafür Leverkusen in Hoffenheim spielt. Es treffen beim letzten Mal zwei Teams aufeinander, bei denen die Fans im Spielerbus mit anreisen können…

Anmelden

* erforderlich